Das „Abnehmen“ und wie es für mich funktioniert hat

Über einen Zeitraum von 20 Jahren habe ich es tatsächlich geschafft kontinuierlich zuzunehmen. Wenn ich an mein damaliges Gewicht denke, ging es von 77 kg auf über 104 kg (!). Als ausgebildeter Physiotherapeut habe ich in meinem Berufsalltag kein Gramm zugenommen. Daher war ich der Ansicht, dass dies mit meinen täglichen Bewegungen zu tun hatte. Ich war den ganzen Tag am Patienten tätig und habe mich so intensiv mit den Themen Ernährung und Bewegung auseinandergesetzt, dass ich wohl unbewusst viel weniger gegessen habe. Es gab dann auch eine Zeit, in der ich regelmäßig gejoggt bin. 3-4 Mal in der Woche 4-7 km Distanzen in einem lockeren Dauerlauf. Etwa ein Jahr später habe ich wieder die Schulbank gedrückt und ein Studium über einen Zeitraum von 5 Jahren absolviert. Natürlich hatte ich dadurch tagsüber etwas mehr Zeit und habe diese wohl mit intensiver Nahrungsaufnahme verbracht 🙂

Der Löwenanteil meiner enormen Gewichtszunahme geht auf das Konto dieser Studienzeit. Um mein Gewicht im Zaum zu halten, versuchte ich es mit Joggen. Leider ohne Erfolg. Vielmehr das Gegenteil ist eingetreten. Ich habe sogar kontinuierlich an Gewicht zugelegt. Vermutlich hat die Bewegung an der frischen Luft meinen Appetit noch mehr angeregt. Schließlich habe ich wohl aufgegeben und keine weiteren Versuche unternommen mein Gewicht zu reduzieren. Ich gebe zu, dass es mich wohl nicht interessiert hat und andere Themen wichtiger waren.

Einer schlechten Ernährung kann man wohl auch nicht davonlaufen. Aus diesem Grund muss es wohl eher mit dem was und wieviel wir essen zu tun haben.

Das bereits erwähnte Buch Fettlogik überwinden hat mich noch mehr überzeugt.

So habe ich einfach an einem Sonntag begonnen, alles zu dokumentieren, was ich gegessen und getrunken habe. Ja ich weiss, das klingt ziemlich nervig und anstrengend. Gerade wenn man Hunger hat. Aber glaubt mir, es lohnt sich. Beschränkungen über das was ich esse, habe ich mir keine auferlegt. Mein Ziel war, höchstens 1200 kcal zu mir zu nehmen (oder weniger). Sport? Nein, no way. Ich habe einfach nur weniger gegessen. Viel weniger. Wenn einige von FDH, also „friss die Hälfte“ sprechen, war dies bei mir sicherlich nur noch FDD, also „friss das Drittel“. Zumindest hat es sich so angefühlt. Ich habe auch stets das Gefühl gehabt, noch hungrig zu sein. Dennoch habe ich diesem Gefühl nie nachgegeben und bin dann auch mal „hungrig“ ins Bett.

Nachdem ich den ersten Tag hinter mich gebracht hatte und eine leise Stimme mir ins Ohr flüsterte: „Jetzt kannst Du auch noch einen weiteren Tag machen…“, habe ich einfach so weitergemacht. Jeden Tag immer weniger gegessen. Was soll ich sagen. Nach etwa 3 Tagen habe ich mich wirklich großartig gefühlt. Es hat mir Spaß gemacht, auf der Wage zu sehen, dass es tatsächlich mit dem Gewicht nach unten ging. Erst als ich diese Erfolge wirklich gespürt und gesehen hatte, habe ich damit begonnen mir zu überlegen, wie das Ganze vielleicht noch einfacher und schneller gehen könnte. Und hier kam dann Dave Asprey ins Spiel. Mein Lieblings-Biohacker. Mit dem Ziel „bulletproof/kugelsicher“ zu werden, habe ich den Prozess dann Stück für Stück optimiert. Aber davon werde ich dann im Detail das nächste Mal berichten.

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